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Jahrestreffen der VTH-Fachgruppe Antriebstechnik
Überlebenskonzepte in der Wirtschaftskrise
Zu ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung traf sich die VTH-Fachgruppe Antriebstechnik am 10. November 2009 in Düsseldorf. Im Mittelpunkt stand wie bereits in den letzten Jahren der "Tag der Begegnung". Die versammelten Händler und die Teilnehmer aus dem Lieferantenkreis der Fachgruppe widmeten sich dieses Mal dem Thema "Entwicklung des Marktes für antriebstechnische Produkte und deren Bedeutung für den Technischen Handel". Dazu konnten drei namhafte Referenten gewonnen werden, die die Thematik aus drei Perspektiven betrachteten. Den Anfang machte Dr. Günter Stolze, Vorstandsvorsitzender der Nordwest Handel AG aus Hagen, der in seinem Vortrag die gegenwärtige wirtschaftliche Gesamtsituation aus unternehmerischer und betriebswirtschaftlicher Sicht betrachtete. Nach seiner Ansicht heißt Unternehmensführung in der Krise in erster Linie das Überleben des Unternehmens sicherzustellen. Er erläuterte dazu aus seiner Sicht essentielle betriebswirtschaftliche Maßnahmen.
Eine sehr grundlegende Analyse wie es zu der allgemein schwierigen Situation gekommen ist zeigte Dr. Klaus Abberger vom ifo Institut für Wirtschaftsforschung e.V. aus München auf. Ausgehend von der Hypothekenkrise in den USA erlebt Deutschland in diesem Jahr mit einem voraussichtlichen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von 4,5 bis 5 % die schwerste Rezession seit dem 2. Weltkrieg. Momentan gebe es, so Abberger, ein sehr gemischtes Bild in den verschiedenen Wirtschaftszweigen, generell allerdings mit einem eindeutig positiver werdenden Bild hinsichtlich der Erwartungen. Von einem Aufschwung könne zwar noch keine Rede sein, immerhin aber von einer Erholung.
Aus der fachlichen Perspektive betrachtete Dipl.-Ing. Sascha Ott vom IPEK Institut für Produktentwicklung der Uni Karlsruhe den Markt für Antriebstechnik. Gleich zu Beginn seiner Ausführungen machte er deutlich, dass es keine eindeutigen, beherrschenden technologischen Trends gebe. Einige Entwicklungen seien trotzdem für die Zukunft wegweisend. Das gelte ganz besonders für die zunehmende Komplexität der technischen Einrichtungen bei denen deshalb immer häufiger der Systemgedanke im Vordergrund stehe.
Höhepunkt der internen Mitgliederversammlung waren die turnusgemäß abgehaltenen Vorstandswahlen, bei denen es zu zwei Veränderungen gegenüber bisher kam: Nach acht Jahren im Vorstand, davon die letzten beiden Jahre als Vorsitzender, kandidierte Dr. Mathias Sahlberg (Sahlberg, Feldkirchen) nicht mehr. Zu seinem Nachfolger wurde das bisherige Vorstandsmitglied Stefan Boie (Boie, Heilbronn) gewählt. Ebenfalls nicht mehr zur Wahl in den Vorstand trat Markus Schäfer (Schäfer Technik, Ulm) an. Erstmals kandidierte Gerd Mayer (Ludwig Meister, Dachau), der ebenso einstimmig in das Führungsgremium der Fachgruppe gewählt wurde wie die bisherigen Vorstandsmitglieder Peter Heuel (Irle & Heuel, Siegen) und Heinz-Helmut Piel (Piel, Soest).
(11.11.2009) Technischer Handel 12/2009
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