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28.05.2020

Unternehmen & Märkte

Unternehmen & Märkte: 27.04.2015

Konjunkturprognose

Bundeswirtschaftsministerium in Aufschwung-Stimmung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich im Aufschwung. Er wird von einer kräftigen Binnennachfrage getragen. Zusätzlichen Schub geben der niedrige Ölpreis und die Euroabwertung. Die Industrieindikatoren sind in der Tendenz weiter aufwärtsgerichtet.

Stetig bergab – Verlauf des Eurowechselkurs zum USD in den letzten 12 Monaten (Bildquelle: EZB)

Stetig bergab – Verlauf des Eurowechselkurs zum USD in den letzten 12 Monaten (Bildquelle: EZB)

Exporte und Importe nahmen im Februar zu. Die Exporterwartungen der Unternehmen haben sich weiter aufgehellt. Die Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt fällt überdurchschnittlich stark aus. Dies ist die zusammenfassende Bewertung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland im April 2015. Die Binnennachfrage bleibt in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld die wichtigste Triebfeder der Konjunktur. Zudem dürften die, aufgrund der Euroabwertung verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit und der anhaltend niedrige Ölpreis die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich stimulieren. Das hohe Wachstumstempo zum Jahresende 2014 wird allerdings im ersten Vierteljahr voraussichtlich nicht erreicht. Darauf deuten unter anderem die schwächeren Auftragseingänge und die Produktionsergebnisse im Januar und Februar hin. Insgesamt sprechen die Konjunkturindikatoren jedoch dafür, dass sich der Aufschwung in einem moderaten Tempo fortsetzen wird.

In der Industrie hat sich das Wachstumstempo nach dem starken Schlussquartal 2014 etwas abgeschwächt. Im Februar gab es einen Anstieg um 0,5 %. Die Auftragseingänge sind nach dem kräftigen Dezemberergebnis sehr verhalten ins neue Jahr gestartet. Während die Inlandsnachfrage im Februar unverändert blieb, gingen die Auslandsbestellungen erneut zurück. Im Baugewerbe konnte das witterungsbedingt hohe Produktionsniveau des Vormonats im Februar nicht gehalten werden, auch war das Geschäftsklima in der Baubranche trotz guter Rahmenbedingungen rückläufig, die Einschätzungen der Unternehmen liegen aber weiterhin über dem langfristigen Durchschnitt.

Am Arbeitsmarkt fiel die Frühjahrsbelebung überdurchschnittlich stark aus. Die Zahl der Arbeitslosen ging im März um 85.000 Personen zurück und fiel damit wieder unter die Drei-Millionen-Grenze. Die Beschäftigung stieg im Februar saisonbereinigt um weitere 28.000 Personen. Insgesamt signalisieren Frühindikatoren nach den Ausführungen des BMWi eine Fortsetzung der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt.

Die positive Einschätzung des BMWi betrachtet der BGA etwas verhaltener. Im Wirtschaftsministerium baut man seine Bewertung auf der Einschätzung auf, dass die niedrigen Ölpreise trotz Abwertung des Euro für eine insgesamt moderate Preisniveauentwicklung sorgen. Diese Einschätzung betrachtet der BGA jedoch kritisch, da im Zeitablauf abwertungsbedingte Preiseffekte bei Importgütern durchaus zu anziehenden Preisen führen können, mit denen sich dann Verbraucher wie auch Handel und verarbeitende Wirtschaft beim Vertrieb und Export ihrer Produkte konfrontiert sehen könnten. Auch geht der BGA davon aus, dass die Preise für Rohstoffe und Energie, wie beispielsweise Erdöl, nicht dauerhaft so niedrig bzw. rückläufig bleiben. Wenn Weltwirtschaft und auch der Euro-Raum wieder an Stabilität und Dynamik gewinnen, wird auch die Nachfrage nach diesen Ressourcen wieder anziehen und nicht ohne Auswirkungen auf die Preisentwicklung bleiben.

Michael.Alber@BGA.de, T +49 30 590099560, www.bga.de

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