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28.05.2020

Unternehmen & Märkte

Unternehmen & Märkte: 19.11.2015

EMI-Index

Deutsche Industrie verlangsamt Expansionskurs

Aufgrund nachlassender Produktions- und Beschäftigungszuwächse ist der deutsche Industriemotor zum Start ins 4. Quartal 2015 etwas langsamer gelaufen. Ungeachtet dessen bleibt das Produzierende Gewerbe auf Expansionskurs. Das signalisiert der finale saisonbereinigte Markit/BME-Einkaufsmanager-Index (EMI), der im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,2 Punkte auf 52,1 leicht gesunken ist. Damit markierte das viel beachtete Konjunkturbarometer zwar ein Dreimonatstief; gleichzeitig notierte der EMI aber nun schon zum elften Mal hintereinander über der neutralen Wachstumsmarke von 50 Punkten. Der Index spiegelt das Ergebnis der Oktober-Umfrage unter mehr als 500 Unternehmen zur Konjunkturlage in der deutschen Industrie in einem Wert wider.

Leicht rückläufig aber immer noch im positiven Bereich liegt die Wachstumsquote für die deutsche Industrie (Bildquelle: Eisenhans / Fotolia.com)

Leicht rückläufig aber immer noch im positiven Bereich liegt die Wachstumsquote für die deutsche Industrie (Bildquelle: Eisenhans / Fotolia.com)

"2016 keine konjunkturelle Abschwächung"

"Unsere Mitgliedsunternehmen sollten sich angesichts sinkender Einkaufspreise nicht zu sicher fühlen. Der Weltwirtschaft fehlt es nach wie vor an Schwung, so dass der deutsche Aufschwung fragil bleibt", betonte Dr. Christoph Feldmann, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME), am Dienstag in Frankfurt. "Nichts scheint derzeit den EMI und damit die deutsche Wirtschaft erschüttern zu können. Auch im Oktober konnte sich der Index über der 50-Punkte-Wachstumsmarke halten", sagte Dr. Gertrud R. Traud, Chefvolkswirtin der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen, dem BME. "Und das trotz VW, trotz Flüchtlingskrise, trotz Schwellenlandschwäche und trotz Panikmache der EZB", fügte die Bankdirektorin hinzu. Noch belaste der starke Einbruch des Rohölpreises aufgrund der Nachfrageausfälle in den Rohstoffangebotsländern, doch es bestünden berechtigte Hoffnungen, dass im Laufe des kommenden Jahres die kostendämpfenden Effekte in den Vordergrund treten und entsprechend die positiven Angebotsfaktoren wichtiger werden. Traud: "Wir sehen somit für 2016 keine konjunkturelle Abschwächung in Deutschland."

Nach Ansicht von Dr. Ulrich Kater, Chefvolkswirt der DekaBank "steht der deutschen Wirtschaft für den Rest des Jahres eine leichte Abkühlung ins Haus". Das komme von der Verlangsamung in der Weltwirtschaft, die durch die gute Euroland-Konjunktur nicht ganz ausgeglichen werde. Die Flüchtlings-Debatte habe noch keinen Einfluss auf die Stimmung der Unternehmen, da sich die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen erst in einigen Jahren zeigen dürften. "Die konjunkturellen Impulse durch mehr Staatsausgaben in diesem Jahr werden relativ gering ausfallen", ist sich Kater in seinem EMI-Statement für den BME sicher.

"Der Gegenwind nimmt weiter zu. Vor allem der China-Export läuft nicht mehr so rund wie in den vergangenen Jahren", kommentierte DIHK-Konjunkturexperte Dr. Dirk Schlotböller die aktuellen EMI-Daten. Gerade die Vorleistungsgüterhersteller tun sich seiner Ansicht nach schwer. Das deute auf eine schwächere Entwicklung auch in späteren Stufen der Produktionskette hin. Insgesamt werde die Wirtschaft in den nächsten Monaten das Wachstumstempo nicht mehr halten können. Nach 1,7 % in diesem Jahr reiche es 2016 nur noch für 1,3 %.

info@bme.de, T +49 69 30838-0, www.bme.de

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