Bitte warten Sie.'

Die Seite wird geladen.'


Home > Markt & Branche > Unternehmen & Märkte > Großhandel startet mit gedämpften Erwartun...

04.06.2020

Unternehmen & Märkte

Unternehmen & Märkte: 17.01.2017

Konjunkturaussichten

Großhandel startet mit gedämpften Erwartungen ins Jahr

Die aktuelle BGA-Umfrage unter den Großhandelsunternehmen zum Jahreswechsel attestiert eine zufriedenstellende Bilanz für das vergangene Jahr. Die seit drei Jahren anhaltende Tendenz, dass die Unternehmen jedoch immer mehr Waren verkaufen müssen, um ihre Umsätze zu erzielen und damit ihre wirtschaftliche Leistungskraft zu erhalten, wird sich nach BGA-Einschätzung auch 2017 weiter fortsetzen. Sicherheit und Verlässlichkeit sind heute das A und O nicht nur im politischen Bereich, sondern gerade auch für die Wirtschaft.

Die robuste Einschätzung der Unternehmen trübt sich, wenn sie direkt nach der weiteren Entwicklung gefragt werden (Bildquelle: stockpics / Fotolia.com)

Die robuste Einschätzung der Unternehmen trübt sich, wenn sie direkt nach der weiteren Entwicklung gefragt werden (Bildquelle: stockpics / Fotolia.com)

Großhandelsklima: robust, aber wenig dynamisch

Der Großhandel muss also immer größere Anstrengungen unternehmen, um seine Umsätze zu behaupten. Dabei ist die wirtschaftliche Entwicklung zweigeteilt: Der konsumnahe Großhandel lief im vergangenen Jahr 2016 dank der binnenwirtschaftlichen Entwicklung und vorhandenen Kauflaune rund. Bei den Händlern mit Investitionsgütern, Maschinen und Rohstoffen blieb die Lage dagegen herausfordernd und hat sich sogar noch verschärft.

Der BGA-Großhandelsindikator liegt zum Jahreswechsel 2016/17 bei 126,5 Punkten. Er hat damit um 4,4 Punkte zugelegt, konnte aber das seit 2014 bestehende Niveau nicht übersteigen. Die Geschäftslage wird mit 124,2 Punkten um 5,2 Punkte höher bewertet, die Geschäftserwartungen dagegen aber nur um 3,6 Punkte und absolut mit 128,8 Punkten. Aus dieser Entwicklung heraus hält der BGA trotz gestiegener Zuversicht die Lage für volatiler als vor einem Jahr.

Konkret führt diese Entwicklung im Großhandel 2016 dazu, dass ein nahezu konstanter Warenumsatz, der real lediglich 0,1 % unter dem Vorjahr liegt, aufgrund rückläufiger Preise in den Büchern zu einem Rückgang der nominalen Umsätze von 0,8 % auf 1.112 Mrd. EUR führt. Aufgefangen wird diese Entwicklung teilweise durch die in der Wertschöpfungskette auch bei den Einfuhr- und Erzeugerpreisen in den vergangenen Jahren rückläufigen Preise sowie die niedrigen Kosten für Rohöl.

Nach Einschätzung des BGA wird der Großhandel seine Umsätze im noch neuen Jahr 2017 nominal um 0,5 % marginal verbessern können. Unterstellt, dass die bestehenden Krisen nicht weiter eskalieren, könnten auch wieder geringfügig mehr Güter und Dienstleistungen verkauft werden, so dass ein Umsatzvolumen von 1.116 Mrd. EUR erwirtschaftet werden kann. Insgesamt bliebe der Umsatz damit aber unter dem Rekordniveau von 2015.

Die Investitionen bleiben jedoch weiter hinter dem Notwendigen zurück. Es fehlt an Impulsen zur Ausweitung der Kapazitäten. Der BGA geht in diesem Umfeld und aufgrund der Frühindikatorfunktion des Großhandels für die Gesamtwirtschaft von einem realen Wachstum für Deutschland von gut 1 % für 2017 nach 1,7 % im vergangenen Jahr aus.

"Die Stimmung ist besser als die Lage. Die erfreulich robuste Einschätzung der Unternehmen trübt sich, wenn sie direkt nach der Einschätzung der weiteren Entwicklung gefragt werden", warnt BGA-Präsident Anton F. Börner. So geben nur zwei von fünf Großhändlern an, dass sie 2017 mit einer leichten oder gar kräftigen Aufwärtsentwicklung rechnen, aber fast die Hälfte der Befragten erwartet, dass die deutsche Wirtschaft auf dem bestehenden hohen Niveau stagnieren wird. Ähnlich wird die Entwicklung der Weltwirtschaft beurteilt. Für den BGA gilt als größte Besorgnis somit die Frage, ob und wie es gelingt, die Wirtschaften in Deutschland, Europa und der Welt am Laufen zu halten.

Michael.Alber@bga.de, T +49 30 5900 99-571, www.bga.de

Dieser Beitrag stammt aus der Kategorie:

Kommentare (0)
Kommentar hinzufügen

Kommentar schreiben

Sie sind nicht eingeloggt

Kontakt

Bernhard Flacke

Redaktion

Redaktion

TH Technischer Handel

Tel.: +49 511 9910-331

Fax: +49 511 9910-399

zum Formular

Der TH Produktkompass