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28.05.2020

Unternehmen & Märkte

Antriebstechnik, Unternehmen & Märkte: 01.09.2013

Produktpiraterie

Schaeffler zerstört 26 t Wälzlager-Plagiate

Schaeffler hat rund 26 t gefälschte Lager mit einem Nominalwert von über1 Mio. EUR in Schweinfurt vernichten lassen. Die Plagiate stammten zum Großteil aus Razzien bei Lager-Händlern in Europa, unter anderem aus Italien und Großbritannien.

Gefälschte Wälzlager verschiedener Bauarten und Größen mit einem Nominalwert von über 1 Mio. EUR wurden verschrottet  

Gefälschte Wälzlager verschiedener Bauarten und Größen mit einem Nominalwert von über 1 Mio. EUR wurden verschrottet  

Aber auch gefälschte Lager aus Deutschland waren dabei: "Marken- und Produktpiraterie ist kein Phänomen, das sich auf China oder Südosteuropa beschränkt. Es findet auch hier vor unserer Haustür statt", sagt Ingrid Bichelmeir-Böhn, Leiterin des Global Brand Protection Teams bei Schaeffler. Die bei der Aktion verschrotteten Spindel-, Pendelrollen-, Kugel- und Nadellager stellen nur einen Teil der beschlagnahmten Fälschungen dar. Der Großteil wurde jeweils vor Ort unter Aufsicht der jeweiligen Landesbehörden entsorgt. Schaeffler betont, dass man die Fälschung von Wälzlagern und den Handel damit weltweit konsequent verfolge und zur Anzeige bringe. Der wirtschaftliche Schaden, der dem Unternehmen durch die Fälschungen entsteht, ist schwer zu beziffern. Denn neben den entgangenen Verkaufserlösen und dem Imageschaden durch die minderwertige Ware entstehen hohe Kosten für Ermittlung, Sicherstellung und fachgerechte Entsorgung der Lager. Geschädigt werden aber nicht nur die Unternehmen, die Markenwaren herstellen und aufwändig Forschung, Entwicklung und Qualitätssicherung betreiben, sondern auch Firmen, die solche gefälschten Teile einbauen, und deren Kunden. Ein aktueller Fall aus der Schweiz belegt, dass der Ausfall eines Wälzlagers als sicherheitsrelevantes Teil in Anlagen und Maschinen erhebliche Schäden auslösen kann. Aufgrund einer Kundenreklamation stellte sich heraus, dass bei der Reparatur einer Maschine ein gefälschtes Zylinderrollenlager eingebaut wurde. So kam es bereits nach einem halben Jahr trotz regelmäßiger Wartung zum Heißlauf. Dieser wurde zwar vom Kunden rechtzeitig bemerkt, dennoch wurden Reparaturkosten verursacht, die den Lagerwert um ein vielfaches übersteigen. Verbände wie z. B. die World Bearing Association (www.stopfakebearings.com), der Aktionskreis gegen Produkt- und Markenpiraterie e.V. (www.markenpiraterie-apm.de) oder das Quality Brands Protection Committee (www.qbpc.org.cn) informieren über Risiken und arbeiten mit den zuständigen Behörden zusammen mit dem Ziel, rechtliche und organisatorische Voraussetzungen zu schaffen, um gegen Fälschungen effektiv vorzugehen. Im Fall von möglichen Unsicherheiten können sich Händler und Kunden Ingrid Bichelmeir-Böhn und ihr Team unter piraterie@schaeffler.com wenden.

www.schaeffler.com

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