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28.05.2020

Unternehmen & Märkte

Unternehmen & Märkte: 01.09.2013

Kautschukindustrie

wdk: „Rohstoffengpässe überwunden“

"Vordergründig betrachtet befindet sich die Rohstoff­versorgung der deutschen Kautschukindustrie in einem ru­higen Fahrwasser", stellte Boris Engelhardt, Haupt­geschäftsführer des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie e. V. (wdk), anlässlich der Bewertung aktueller Rohstoffdaten Ende Juli fest.

Mit dem Nachfragerückgang bei Kautschukerzeugnissen und der entsprechend angepassten Produktion sind Versorgungsengpässe bei Synthesekautschuken und Ruß nicht mehr aktuell. "Die derzeitig relativ entspannte Lage kann allerdings nicht als ein genereller Abschied von knappen Rohstoffmärkten verstanden werden", warnte Engelhardt. In den zurückliegenden Boomphasen war es mit erheblichem organisatorischen und logistischen Aufwand gelungen, die Rohstoffversorgung sicherzustellen. Mit dem weiteren Ausbau der Rohstoffkapazitäten, der insbesondere in Asien vorangetrieben wird, verbindet sich die Hoffnung, dass weniger Material nach Asien abfließt und die Versorgungslage sich damit in künftigen Wachstumsphasen für die deutschen Kautschukverarbeiter stabiler darstellt. Nach den Worten Engelhardts beobachtet die Branche die Preisentwicklung der Feedstocks mit besonderer Aufmerksamkeit.
Die Grundstoffe der Synthesekautschuke haben mit Ausnahme von Butadien das hohe Preisniveau der Jahre 2011/2012 nahezu unverändert beibehalten. Diese Tatsache wirke durch die gesamte Produktionskette. "Mit zunehmerder Sorge registrieren wir die Entwicklung der Energiekosten für unsere Industrie", gab Engelhardt zu Protokoll. Zwar ist der Preis pro Kilowattstunde an der European Energy Exchange gesunken, die Entlastungswirkung des Marktes werde jedoch durch die EEG‐Umlage (Erneuerbare‐Energien‐Gesetz) konterkariert. Engelhardt machte deutlich: "Hier ist die Kautschukindustrie als stromintensive Branche im inter­nationalen Wettbewerb gleich zweifach benachteiligt. Zum einen hat die Um­lage einen Anteil an den Stromkosten von einem Fünftel und mehr, zum an­deren sind die Kautschuk ­verarbeitenden Unternehmen von der Umlagebefreiung ausgeschlossen." In Anbetracht der verhaltenen konjunkturellen Aussichten für die nächsten Monate wird auch die Rohstoffsituation nach Einschätzung des wdk keine wesentlichen Änderungen erfahren.

www.wdk.de

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