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09. Mrz 2020 // Unternehmen & Märkte

ESF informiert über Auswirkungen von COVID-19 Virus auf PSA-Markt

Die Auswirkungen des COVID-19-Virus auf den PSA-Markt sind erheblich. Als Folge der aktuellen globalen Gesundheitskrise, die durch das COVID-19-Virus verursacht wird, ist die Nachfrage nach bestimmten Arten von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) deutlich gestiegen. Dies hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von PSA für die Belegschaft. Die Situation hat sich dadurch verschärft, dass einzelne Länder den freien Verkehr von PSA einschränken. Henk Vanhoutte, Generalsekretär der European Safety Federation (ESF) beantwortet in einem Beitrag auf der Webseite des Verbands wichtige Fragen zu Thema.

Jenseits des medizinischen Bereichs gibt es zahlreiche Arbeitsplätze, für die Atemschutz und andere PSA-Produkte unerlässlich sind, die aber inzwischen vielfach aufgrund der großen Nachfrage infolge der Coronavirus-Epidemie nicht mehr verfügbar sind (Bildquelle: Ruslan Olinchuk / stock.adobe.com)

"Warum gibt es ein Problem mit der Versorgung mit der geeigneten PSA?

Die Nachfrage nach PSA (und einigen Arten von medizinischen Geräten, wie z.B. medizinischen Masken) hat sich infolge der COVID-19-Krise vervielfacht. Menschen, die kein offensichtliches Infektionsrisiko haben (oder die nicht infiziert sind), tragen Masken; sowohl private als auch staatliche Organisationen versuchen, ihre Vorräte aufzustocken, wodurch eine viel höhere Nachfrage entsteht, als sie eigentlich sein sollte. Auf der Angebotsseite befindet sich ein wichtiger Teil der globalen Produktionskapazität in China, das den Export dieser Produkte blockiert, um den heimischen Bedarf decken zu können. In letzter Zeit beschließen auch andere Länder (einschließlich der EU-Mitgliedstaaten), den Handel mit bestimmten Arten von PSA (Masken, Handschuhe, Augenschutz, Kleidung) einzuschränken, was (zumindest kurzfristig) für ihren eigenen Markt hilfreich sein könnte, aber Probleme für andere Märkte und längerfristig sogar für ihren eigenen Markt schafft. Da die Herstellung und/oder der Vertrieb von z.B. Masken in Europa stark konzentriert ist, sind unmittelbare Auswirkungen auf die Verfügbarkeit dieser Produkte in ganz Europa eminent wichtig.

Die hohe Nachfrage nach diesen Arten von PSA bedeutet auch, dass die Verfügbarkeit von PSA für diejenigen, die sie in ihrer täglichen Arbeit in der Industrie verwenden, begrenzt oder sogar völlig inexistent ist. Für diese Industriearbeiter ist also entweder kein Schutz verfügbar oder sie müssen andere Arten von Schutz verwenden (wenn es Alternativen gibt). Dazu müssen sie ihre Risikobeurteilung abfragen, ihre Gefahrenkontrollpolitik überprüfen und angemessene und geeignete Alternativen festlegen sowie die PSA und die Umschulung der Personen neu beschaffen, was alles nicht von heute auf morgen möglich ist. Die andere Alternative besteht darin, die Produktion in der Industrie durch den Mangel an geeigneter PSA oder alternativen Kontrollmaßnahmen zu stoppen. Dies schafft nur noch mehr wirtschaftliche Probleme für die Weltgemeinschaft.

Was sollte getan werden, um die Verfügbarkeit der geeigneten PSA (und der medizinischen Geräte) sicherzustellen?

Es macht keinen Sinn, die Panikreaktion von Bürgern und Behörden zu nähren. Nur die Menschen, die PSA (oder medizinische Geräte) wirklich brauchen, um sich selbst oder andere in ihrer Umgebung zu schützen, sollten sie tragen. Und sie müssen in der richtigen Anwendung der PSA geschult werden, damit die Wirksamkeit gewährleistet ist. Es ist ganz klar, dass wir Bilder von Personen sehen, die eng anliegende Gesichtsmasken mit Gesichtshaaren tragen oder die Masken verkehrt herum tragen, was bedeutet, dass eine Leckage an der Dichtung entsteht und somit der Schutz nicht wirksam ist. Wenn es keine Schulung gibt, hat es keinen Sinn, gute PSA für den Nichtschutz zu verschwenden.

Das normale Funktionieren des globalen / EU-Marktes muss wiederhergestellt werden. Die Beschränkungen des Handels mit PSA und medizinischen Geräten, die für die COVID-19-Krise nicht relevant sind, müssen sofort gestoppt werden. Auch der Handel mit PSA und Medizinprodukten, die für das COVID-19-Virus relevant sind, muss eingeschränkt werden, um sicherzustellen, dass das Gesundheitspersonal Zugang zu den Produkten hat (z.B. um das Horten von PSA/Medizinprodukten durch Verbraucher oder Unternehmen zu verhindern). Es muss eine echte Solidarität zwischen den Ländern (und den Unternehmen/Gesundheitsdiensten) geschaffen werden, damit diejenigen, die die PSA wirklich brauchen, Zugang zu den Produkten haben. Der ESF verurteilt alle nationalen Beschränkungen des Handels mit PSA und/oder medizinischen Hilfsmitteln, da diese kontraproduktiv sind und die Sicherheit und das Leben der Menschen gefährden werden. Daher ein Aufruf zum Handeln der Europäischen Union (EU-Kommission), um die Mitgliedstaaten zu drängen, diese regulatorischen Beschränkungen zu beenden, um den EU-Binnenmarkt und den freien Warenverkehr zu respektieren."

Das Original-Statement nachlesen unter www.eu-esf.org/organisation/news/4457-covid-19-virus-impact-on-ppe-market

info@eu-esf.org, T +32 56 70 11 03,www.eu-esf.org

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